**Dieser Artikel ist eine ständig geupdatete Liste von Content Management Systemen**
Mithilfe von Content Management Systemen lassen sich Webseiten verwalten.
Wer eine Website haben möchte, kommt meist nicht um die Suche nach einem geeigneten CMS vorbei. Sie stellen die Basis deiner Website da. Mit dem richtigen CMS kannst du skalieren und Stück für Stück deine Website verbessern.
Die Suche nach dem richtigen System kann schwierig und langwierig sein. Ich möchte euch eine Auswahl Content Management Systeme vorstellen, damit der Auswahlprozess einfacher wird!
Die Art des Designs spielt bei der Auswahl des CMS ebenfalls eine Rolle. Ein Blick auf die Webdesign Trends 2020 zeigt: Manche Webdesign Patterns sind aufwändiger umzusetzen und benötigen daher ein komplexeres System.
Inhaltsverzeichnis:
- Grundsätzliches Frage: das Budget
- Chimpify
- WordPress
- Drupal
- Typo 3
- Neos
- Contao
- Joomla
- OctoberCMS
- Webflow
Wie viel Budget möchtest du deinem Onlineauftritt bereitstellen?
Du hast grundsätzlich die Möglichkeit zwischen einem:
- Lizensierten CMS
- Open-Source CMS
Lizensierte CMS
Lizensierte CMS kosten Geld, meistens zahlt man einen monatlichen Betrag für die Nutzung der Plattform.
Lizensierte CMS haben daher meistens einen besseren Kundensupport als Open-Source Plattformen. Außerdem ist das Hosting bereits mitinbegriffen. Zudem sind sie oftmals angenehmer und freundlicher für den Webmaster, da sie moderne Interfaces besitzen.
Lizensierte Content Management Systeme haben meistens auch eine Baukasten ähnliche Struktur. Man kann also theoretisch do it yourself eine Seite bauen. Meistens opfert man jedoch Funktionalitäten.
Beispiele für Lizensierte CMS bzw. Baukästen:
- Chimpify
- Squarespace
- Wix
- (Webflow)
Zwischenfazit: Lizensierte Content Management Systeme
Lizensierte Content Management Systeme bzw. Webbaukästen sind sinnvoll wenn...:
- du geringe Anforderungen an die Funktionalitäten hast,
- du dir keinen Web Developer leisten kannst,
- du selber weißt, was gutes Webdesign bedeutet.
Bei den lizensierten Content Management Systemen fallen zwar monatliche Kosten an, trotzdem fallen die Entwicklerkosten weg. Insgesamt kosten dich Baukästen also weniger. Vorausgesetzt du machst alles selber.
Open-Source CMS
Open-Source Systeme ermöglichen es weitestgehend ohne Kosten das CMS zu betreiben. Man benötigt lediglich einen Server mit MySQL Datenbanken. So einen Server kann man bei den zahlreichen Hosting Angeboten günstig mieten.
Webseiten auf Open-Source Plattformen lassen sich meist nur mit Front-End Developer realisieren.
Beispiele für Open Source CMS:
- Neos
- OctoberCMS
- Drupal
- Typo3
- Joomla
- (Wordpress)
Zwischenfazit: Open-Source Content Management Systeme
Open-Source CMS sind sinnvoll wenn...:
- du komplexe Anforderungen and die Funktionalität hast,
- du Großes mit deiner Online Präsenz vor hast,
- die Funktionalitäten in Zukunft erweitert werden sollen,
- deine Website sklalierbar sein muss,
- du bereit bist, Geld für einen Developer auszugeben.
Die Entwicklung einer Website kann teuer werden. Gleichzeitig können aber komplexe Seiten mit einzigartigen Seiten gebaut werden. Mache dir klar, wie hoch deine Anforderungen sind.
Chimpify – die Inbound Marketing Plattform
Chimpify vereint Inbound Marketing Funktionalitäten in einer Plattform.
Beim Inbound Marketing wirst du vom Kunden gefunden.
Im Kern produzierst du Content, den deine Zielgruppe ansprechend findet. Dieser Content generiert über die Zeit Traffic. Mittelfristig baust du eine Leserschaft auf, die deine Inhalte regelmäßig liest und teilt. Am Ende wandelst du deine Leads in Verkäufe um.
Chimpify als Inbound Marketing Plattform unterstützt dich dabei. Die Funktionen sind genau auf den Prozess abgestimmt.
Überblick:
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: 25€ - 499€ / Monat (je nach Skalierung)
- Zielgruppe: Unternehmen oder Personen, die Inbound Marketing betreiben möchten
- Skalierbarkeit: ➋
- Funktionalitäten: ➌
- Erweiterbar: ✘
- Werden externe Entwickler benötigt: ✘
- Websites, die mit Chimpify laufen: Yannic Neumann, LetsSeeWhatWorks, 8mylez, Raphael Frangi, Rurton
Vorteile von Chimpify
- Übersichtliche Oberfläche für den Webmaster
- Inbound Marketing Funktionalitäten
- Einfache Bedienung
- Einfache Verwaltung deiner Inhalte
- It's just working – keine Plug-In Probleme
- Guter Kundensupport
- Templates
Chimpify als Plattform macht nur Sinn, wenn du
Nachteile von Chimpify
- Funktionen sind nicht erweiterbar
- Keinen Eingriff ins Backend
- Fehlende Mehrsprachigkeit
Fazit
Chimpify macht nur Sinn, wenn du Inbound Marketing betreiben möchtest. Du musst regelmäßig Blog Artikel veröffentlichen, damit die Plattform für dich Sinn macht.
WordPress – das weiterbreiteste CMS
32% aller Seiten im Internet laufen auf Wordpress. Wordpress ist also mit Abstand das meist genutzte Content Management System.
Wordpress ist einer der vielseitigsten CMS. Durch die 57.385 verfügbaren Plug-Ins lassen sich die Funktionalitäten beliebig erweitern. Es gibt theoretisch nichts, was nicht umzusetzen wäre.
Überblick:
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: 0 - 45€ / Monat (je nach Paket)
- Zielgruppe: Unternehmen oder Personen, die hohe Ansprüche an die Funktionalitäten haben
- Skalierbarkeit: ➋
- Funktionalitäten: ➊
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: nur für komplexe Anwendungen
- Websites, die mit WordPress laufen: Sony, Walt Disney, New York Times
Vorteile von WordPress:
- Unbegrenzte Funktionalitäten
- Sehr Leistungsfähig
- Große Community
- Preiswert da Open-Source
- Große Entwicklerbasis
Nachteile von WordPress
- Gewöhnungsbedürftiges Interface
- Mögliche Kompatibilitätsprobleme mit Plug-Ins
- Mögliche Sicherheitsprobleme von Third-Party Plug-Ins
Fazit
WordPress ist das richtige CMS wenn du spezielle Anforderungen an die Funktionalitäten deiner Website hast.
Unter den zahlreichen Erweiterungen lässt sich alles finden.
Drupal – das Social CMS
Drupal grenzt sich vor allem durch die Ansätze einer Social Software von anderen CMS ab.
Drupal unterstützt den Aufbau von Communitys. Das differenzierte Rollensystem lassen Nutzer gemeinsam an Inhalten arbeiten. So lassen sich also Foren anlegen worin Nutzer sich austauschen können.
Aufgrund dieses kollaborativen Ansatzes ist beispielsweise die Kommentarsektion auf der Seite Die Zeit mit Drupal gebaut.
Drupal glänzt vor allem durch hohe Sicherheitsstandards. Viele Regierungsseiten sind daher auf Drupal aufgebaut. Bis 2017 lief die Webpräsenz des Weißen Hauses mit Drupal.
Überblick
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: Unternehmen, die auf hohe Sicherheitsstandards wert legen
- Skalierbarkeit: ➋
- Funktionalitäten: ➊
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: ✓
- Websites, die mit Drupal laufen: Tesla, NASA; Australische Regierung, Harvard University
Vorteile von Drupal
- Kostenlos, da Open-Source
- Integration vieler verschiedener Content Arten (Informationsseiten, Foren, News, Umfragen...)
- Flexible
- Skalierbarkeit bis ans Limit
- Native Integration von Mehrsprachigkeit
- Hohe Sicherheitsstandards
- Kontrollsystem erlaubt es individuelle Zugriffsrechte zu erstellen
Nachteile von Drupal
- Komplexes Interface
- Steile Lernkurve
- Coding Skills werden benötigt
- Mögliche Abhängigkeit eines Entwicklers
- Speed Probleme bei fehlender Optimierungen
Fazit
Drupal glänzt durch hohe Sicherheitsstandards und den sozialen Ansatz. Beim Aufbau von Communitys sollte Drupal deine erste Wahl sein.
Der kollaborative Ansatz ist tief in das CMS verwoben. Interaktive Seiten wie z.B. Foren lassen sich sehr gut mit Drupal umsetzen.
Drupal ist aber alles andere als einsteigerfreundlich. Das komplexe Interface und die steile Lernkurve machen es für Anfänger unangenehm.
Du benötigst sehr wahrscheinlich einen Software Developer, der die Änderungen durchführt.
Die gute Nachricht ist, dass es nicht schwierig sein sollte, einen Drupal Entwickler zu finden. Die gibt es zu Hauf!
Typo 3 – das Flaggschiff CMS für Enterprise Lösungen
Überblick
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: Unternehmen, die eine skalierbare Enterprise Lösungen suchen
- Skalierbarkeit: ➊-➋
- Funktionalitäten: ➋
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: ✓
- Websites, die mit Typo3 laufen: Sachsen-Anhalt, congstar, DFB
Vorteile von Typo 3
- Geeignet für sehr große Plattformen
- Unterstützung von mehreren Domain und Sites
- Hohe Sicherheitsstandards
Nachteile von Typo 3
- Vergleichsweise wenig Erweiterungen, da es hauptsächlich in Europa genutzt wird
- Komplizierte Installation
- Installation und Entwicklung nur von Entwicklern durchführbar, da eine spezielle Skriptsprache erlernt werden muss
- Hohe Serveranforderungen
Neos – Inline Editing für angenehme Content Administration
Neos ist ein sehr modernes Open-Source Enterprise CMS, welches seit 2015 eigenständig existiert.
Überblick
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: Unternehmen, die komplexe Marketingkampagnen anstreben
- Skalierbarkeit: ➊
- Funktionalitäten: ➊-➋
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: ✓
- Websites, die mit Neos laufen: 1&1, Rakuten, Heineken, Cornelsen
Vorteile von Neos
- Sehr angenehm für Redakteure
- Einfaches Interface
- Konsequentes Inline-Editing
- Einfache Administration von Mehrsprachigen Content
- SEO Funktionalitäten
- Intelligente Struktur durch „Content Dimensionen“
- Moderner Technologie-Stack
- Cloud ready
Nachteile von Neos
- Mögliche Abhängigkeit an Front-End -und Back-End Entwickler
Fazit
Neos ist das CMS für große Unternehmen mit komplexen Marketing Kampagnen. Die Software Architektur ist für die Cloud ausgelegt und somit extrem skalierbar.
Mit YoastSEO steht ein mächtiges Tool zur Suchmaschinenoptimierung zur Verfügung
Der Software-Stack von Neos ist sehr modern. Neos basiert auf React und Flow. Das macht das CMS sehr performant.
Die nahtlose Integration der Mehrsprachigkeit und die Strukturierung von sogenannten der Inhalte in sogenannte Dimensionen ermöglichen komplexe Marketing Kampagnen.
Neos ist Open-Source. Dadurch lassen sich benutzerdefinierte Anwendungen schreiben, die sich nahtlos an das System anschließen lassen.
Contao – das barrierefreie CMS
Überblick
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: kleine Unternehmen mit mittleren Ansprüchen an die Funktionalität
- Skalierbarkeit: ➌
- Funktionalitäten: ➌
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: ✓
- Websites, die mit Contao laufen: TÜV Süd, Siemens, s.Oliver, Shell
Vorteile von Contao
- Extrem Ressourcen schonend
- Geringe Systemvoraussetzungen
- hohe Geschwindigkeit
- Mehrsprachigkeit
- Barrierefreiheit
- SEO optimierter Quellcode
- Zahlreiche Erweiterungen, die die Seite nicht unnötig verlangsamen
Nachteile von Contao
- CMS ist nicht auf Communities ausgelegt
- Umsetzung komplexer Designs erfordert Erfahrung
Joomla!
Überblick
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: kleine Unternehmen mit nicht allzu hohen Ansprüchen an die Funktionalität
- Skalierbarkeit: ➌
- Funktionalitäten: ➌
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: nicht unbedingt
- Websites, die mit Joomla laufen: IKEA, Linux, Lipton IceTea
Vorteile von Joomla
- Erstellen von Websites ohne großes Hintergrundwissen
- Zahlreiche Anleitungen im Internet vorhanden
- Einfache Installation
Nachteile von Joomla
- Geringe Plug-In Anzahl
- Wichtige Plug-Ins können Kosten verursachen
- Ungenügende Benutzerrechteverteilung
OctoberCMS
„Back to the Basics“
Überblick
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: Freiberufler bis Mittelständische Unternehmen
- Skalierbarkeit: ➊-➋
- Funktionalitäten: ➋
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: ✓
Vorteile von OctoberCMS
- Sauberer Code
- Back-End Bereich ist sehr übersichtlich
- Ist auf das PHP Framework Laravel aufgebaut
- Läuft sehr performant
- Back-End ist individuell anpassbar und erweiterbar
- Läuft mit AWS (Amazon Web Services)
- Keine Kosten
Nachteile von OctoberCMS
- Nicht so populär, daher wenige Anleitungen im Internet vorhanden
- Abhängigkeit von Entwicklern
- steile Lernkurve, daher Entwickler benötigt
- Weniger fertige Plugins wie bei Wordpress
Fazit
Selber bewirbt OctoberCMS sein System mit dem Slogan „Back to the basics“ – und da muss ich ihnen Recht geben. Das System ist auf einer sehr kleinen und flexiblen Basis aufgebaut. Die Plattform läuft sehr performant, da das CMS mit neuer Technologie arbeitet.
OctoberCMS ist jedoch auch nicht gerade Mainstream. Es wird schwierig, Anleitungen in Form von Tutorials zu finden. Ein October Entwickler oder Agentur zu finden kann ebenso schwierig sein. Es gibt einfach weniger Auswahl.
Wenn man jedoch den Weg mit einem Entwickler oder einer Agentur gehen möchte, ist October eine sehr gute Wahl!
Webflow
Überblick
**Schulnotenskala ➊ bis ➏**
- Kosten: 10 – 30€
- Zielgruppe: Alle, die auf Code oder Entwickler verzichten möchten
- Skalierbarkeit: ➋
- Funktionalitäten: ➋
- Erweiterbar: ✓
- Werden Entwickler benötigt: ✘
Vorteile von Webflow
- Viele Funktionalitäten
- kein Code Vorwissen benötigt
- Moderne und übersichtliche Benutzeroberfläche
- Anbindungen zu populären Tools wie Shopify oder Papier
- Es funktioniert sehr zuverlässig
- Gute Kundenbetreuung
Nachteile von Webflow
- Es kostet Geld
- Komplexer als andere Website-Baukästen
- SEO Funktionen sind nicht State of the Art
Fazit
Zwischen den simplen Website Baukästen mit sehr wenig Funktionen und den unhandlichen Open-Source CMS, liegt Webflow.
Webflow bietet sehr viele Funktionen, die normalerweise nur mit Code umsetzbar sind. Ich kenne keinen anderen Baukasten, der so viele Funktionen hat wie Webflow.
Wenn du bei einem anderen Website Baukasten bist: Wechsel bei deinem nächsten Website Redesign zu Webflow. Hinsichtlich der Baukasten Funktionalität ist es State of the Art.
Dadurch ist Webflow jedoch auch schwieriger zu lernen als andere Baukästen. Es ist eben ein Trade-Off den man abwägen muss.
Wenn man kein Geld für seine Website investieren möchte, dann ist Webflow nicht die beste Wahl.